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Pflegebedürftigkeit

Feststellung der Pflegebedürftigkeit
Eine Pflegebedürftigkeit ist gegeben bei Antriebs- und Gedächtnisstörungen, verminderter Orientierung in der Wohnung oder Umgebung, bei Nichterkennen vertrauter Personen oder von Gegenständen sowie bei Störungen der emotionalen Kontrolle. Ebenso, wenn die Fähigkeit, bestimmte Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auszuüben, eingeschränkt oder gar nicht vorhanden ist. Die Pflegebedürftigkeitsrichtlinien nach § 14 SGB XI bestimmen die Merkmale der Pflegebedürftigkeit, die Pflegegrade (§ 15 SGB) und das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit (§ 18 SGB XI).

Was muss ich tun, wenn Pflegebedürftigkeit festgestellt wird?
Die Leistungen der Pflegeversicherung werden von der Pflegekasse auf Antrag gewährt.
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) führt diese Begutachtung in der Regel in der Wohnung des Pflegebedürftigen durch, üblicherweise geschieht das innerhalb von 4 Wochen nach Antragstellung. Die Krankengeschichte, Gutachten und Zeugnisse der behandelnden Ärzte werden in die Beurteilung mit einbezogen. Das Gutachten des Medizinischen Dienstes wird an die Pflegekasse geleitet, die aufgrund der getroffenen Feststellungen dann über die jeweilige Pflegestufe entscheidet.

Wenn Sie sich entscheiden, in unser Seniorenheim umzuziehen
Wenn Sie in unser Seniorenheim umziehen möchten, schließt das Seniorenheim Schlosshof mit Ihnen einen Heimvertrag (PDF als Download)ab. Der Heimvertrag regelt Ihren Aufenthalt im Heim, die Leistungen und Kosten und beinhaltet alle gesetzlichen Bestimmungen und individuellen Vereinbarungen.

Auch der Tod gehört zum Leben
Seit es die Menschheit gibt, gehört das Sterben zum Leben. Obwohl sich die Lebenserwartung der Menschen durch verbesserte Lebensbedingungen und die moderne Medizin erhöht hat, fällt vielen Betroffenen der Umgang damit nicht leicht.
Keiner stirbt bei uns allein. Die Ehrung unserer Verstorbenen wird uns immer ein Anliegen sein.

Vollstationäre Pflege nach § 43 SGB XI

Nach den Pflegebedürftigkeits-Richtlinien der Pflegekassen kann die Notwendigkeit der vollstationären Pflege vorliegen bei Fehlen einer Pflegeperson, fehlender Pflegebereitschaft möglicher Pflegepersonen, Überforderung von Pflegepersonen, drohender oder bereits eingetretener Verwahrlosung des Pflegebedürftigen oder Eigen- und Fremdgefährdungstendenzen des Pflegebedürftigen. Ermöglichen die räumlichen Gegebenheiten keine häusliche Pflege und kann auch durch Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes (§ 40 Abs. SGB XI) die häusliche Pflege nicht gewährleistet werden, ist ebenfalls eine vollstationäre Pflege erforderlich.

Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI

Gründe für eine Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege können z. B. Urlaub der Pflegeperson oder eine kurzfristig erhöhte Pflegebedürftigkeit des zu Pflegenden mit Pflegegraden 2 bis 5 sein. Die Kurzzeitpflege ist also keine selbstständige, sondern eine zusätzliche Leistung der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege. Gegenüber der teilstationären Pflege ist die Kurzzeitpflege nachrangig (§ 42 Abs. 1 SGB XI), das heißt, dass die Pflegekasse durch den MDK prüfen lassen kann, ob für diesen speziellen Fall auch eine teilstationäre Pflege ausreichend ist, um den Pflegebedarf zu decken.
Bei der Kurzzeitpflege werden die Kosten für eine stationäre Unterbringung in unserem Pflegeheim maximal bis zu 8 Wochen insgesamt im Kalenderjahr bis zu einem Betrag von 1.612,00 € für die pflegebedingten Kosten übernommen. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung Investitionskosten sowie Ausbildungskosten sind selbst aufzubringen.
Bei Demenz können aber auch diese Kosten im Rahmen der Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf erstattet werden.
Ein Pflegegrad nach SGB XI muss mindestens 6 Monate bestehen.

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Bei häuslicher Pflege, die länger als 6 Monate andauert, ist eine Verhinderungspflege nach §39 SGB XI durch unser Pflegeheim möglich. Gründe für Verhinderungspflege können Krankheit oder Urlaub des Pflegers oder andere Gründe wie z. B. Umzug, Arztbesuche oder ähnliches sein .
Für die Inanspruchnahme ist es nicht notwendig, dass die Pflegeperson abwesend ist. Jährlich werden die Kosten für bis zu insgesamt 6 Wochen übernommen. Der Höchstbetrag für einen Zuschuss beträgt 1.612,00 €. Während der Dauer des Bezugs der Verhinderungspflege ruht der Bezug von Pflegegeld, jedoch wird am ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege Pflegegeld gezahlt.

Ist die Pflegeperson weniger als 8 Stunden verhindert, handelt es sich um stundenweise Verhinderungspflege. Dabei wird das Pflegegeld nicht gekürzt und der Zeitraum auch nicht auf die zeitliche Höchstdauer von 6 Wochen angerechnet.

Bezugspflege

Unser Seniorenheim Schlosshof arbeitet nach einem standardisierten Bezugspflegesystem. In der Bezugspflege werden eine oder mehrere Bewohner einer oder mehreren Bezugspflegepersonen zugewiesen. Die Beziehung zum Bewohner wird dadurch nicht zufällig, sondern planbar. Die Pflegekraft übernimmt die Verantwortung für den Bewohner, sammelt Informationen, orientiert sich nach seinen Ressourcen und seinen bestehenden Problemen.
Der Bewohner weiß von Beginn an, dass er eine Bezugspflegeperson zur Seite hat, welcher er seine Probleme, Sorgen und Nöte mitteilen kann. Dadurch verliert der Bewohner das Gefühl der Anonymität und des Alleingelassenseins im pflegerischen Alltag.
Durch die professionelle Grundhaltung des Pflegepersonals wird dem Bewohner in der Bezugspflege vermittelt, dass man ihn in seiner Person und seinem Verhalten akzeptiert, ihm verstehend entgegenkommt, und dass ein echter Umgang mit ihm gepflegt wird.

Dem Bewohner wird nicht eine Pflegekraft zugewiesen, sondern ein Mensch der mit einem anderen Menschen umgeht.

Die Pflegekraft ist für "seinen" Bewohner Ansprechpartner, Berater und Vermittler. Eine enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen und dem multiprofessionellen Team auf Station ist dabei unerlässlich. Entscheidungen werden nur in Zusammenarbeit getroffen.