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Kurzzeitpflege

Gründe für eine Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege können z. B. Urlaub der Pflegeperson oder eine kurzfristig erhöhte Pflegebedürftigkeit des zu Pflegenden sein. Die Kurzzeitpflege ist also keine selbstständige, sondern eine zusätzliche Leistung der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege.
Gegenüber der teilstationären Pflege ist die Kurzzeitpflege nachrangig (§ 42 Abs. 1 SGB XI), das heißt, dass die Pflegekasse durch den MDK prüfen lassen kann, ob für diesen speziellen Fall auch eine teilstationäre Pflege ausreichend ist, um den Pflegebedarf zu decken.

Bei der Kurzzeitpflege werden die Kosten für eine stationäre Unterbringung in unserem Pflegeheim maximal bis zu 4 Wochen insgesamt im Kalenderjahr bis zu einem Betrag von 1.335,88 € für die pflegebedingten Kosten übernommen. Ab dem 1. Januar 2015 wird gesetzlich klargestellt, dass der im Kalenderjahr bestehende, noch nicht verbrauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden; parallel kann auch die Zeit für die Inanspruchnahme von 4 auf bis zu 8 Wochen ausgeweitet werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung Investitionskosten sowie Ausbildungskosten sind selbst aufzubringen.
Bei Demenz können aber auch diese Kosten im Rahmen der Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf erstattet werden.

Eine Pflegestufe nach SGB XI muss mindestens 6 Monate bestehen.